Fünf Männer stehen neben massiven, geneigten Metallkesseln in einer industriellen Anlage.

Nichtstaatliches Recht der Wirtschaft. Die normative Ordnung der Arbeitsbeziehungen in der Metallindustrie vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik

Gemeinschaftsprojekt

Das Projekt rekonstruiert die normative Welt der Arbeitsbeziehungen in der Metallindustrie, eines der bedeutendsten deutschen Wirtschaftssektoren des 19. und 20. Jahrhunderts. Mithilfe einer systematischen Erfassung von Quellen wird der rechtlichen Entwicklung dieses Wirtschaftsbereiches als einem semi-autonomen Feld nachgegangen. Das Projekt folgt der Hypothese, dass sich normative Arrangements eigener Art herausbildeten, die von den ökonomischen und sozialpolitischen Vorstellungen der Beteiligten geprägt waren. Diese Arrangements ergänzten staatliches Recht und griffen ihm in einigen Bereichen sogar voraus.

Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und wird sowohl aus rechthistorischer wie sozialhistorischer Perspektive bearbeitet. Projektbeginn war November 2019. Ein Großteil der Einzelprojekte (siehe unten) ist mittlerweile fertiggestellt.

    Das Gesamtprojekt wurde gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie NRW e.V. und dem Institut der deutschen Wirtschaft/IW Medien, Köln. Vor allem im Rahmen der "Initiative Arbeitsrechtsgeschichte" erfolgt eine Kooperation mit dem Hugo-Sinzheimer-Institut.

    Die Projektarbeit wurde begleitet von einem Fachbeirat, der aus folgenden Mitgliedern besteht: Prof. Dr. Astrid Wallrabenstein (Goethe-Universität Frankfurt am Main/Bundesverfassungsgericht) (Beiratsvorsitzende); Prof. Dr. Boris Gehlen (Universität Stuttgart); Prof Dr. Thorsten Keiser (Universität Gießen); Prof. Dr. Michael Kittner (Hugo-Sinzheimer-Institut, Frankfurt am Main); Prof. Dr. Nina Kleinöder (Universität Bamberg); Dr. Hagen Lesch (Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln); Dr. Luitwin Mallmann (Verband der Metall- und Elektro-Industrie NRW, Düsseldorf).

    Projekte

    Bestandteile des Projekts sind bzw. waren eine Quellenedition, zwei Dissertationsprojekte und ein Habilitationsprojekt.

    Veranstaltungen

    Differdange steelworks, the Thomas converters.

    Nichtstaatliches Recht der Wirtschaft. Die normative Ordnung der Arbeitsbeziehungen in der Metallindustrie vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik

    Abschlusstagung
    • Datum: 26.11.2025
    • Uhrzeit: 08:30 - 21:00
    • Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, IG Farben Haus
    • Raum: Eisenhower Raum
    • Gastgeber: Peter Collin
    • Kontakt: collin@lhlt.mpg.de
    Schwarz-Weiß-Fotografie einer industriellen Anlage mit Arbeitern neben großen Maschinen.

    Normative Strukturen der industriellen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert

    Workshop
    • Beginn: 26.09.2022 10:30
    • Ende: 27.09.2022 16:00
    • Ort: mpilhlt
    • Raum: Vortragssaal des MPI
    • Gastgeber: Peter Collin
    • Kontakt: collin@lhlt.mpg.de
    Minerva

    Tarifbeziehungen in historischer und gegenwartsbezogener Perspektive

    Workshop
    • Datum: 06.07.2022
    • Uhrzeit: 11:00 - 17:00
    • Ort: Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
    • Raum: Z 02
    • Gastgeber: Peter Collin

     

    Bild: Das Stahlwerk von Differdingen, die Thomas-Konverter.

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