Globus mit Fokus auf Indien

Rechtsgeschichte über Europa hinaus

Als das englische Recht im 19. Jahrhundert nach Indien kam, traf es auf Rechtstraditionen, die älter waren als der Common Law und komplexer, als die Kolonialherren wahrhaben wollten. Was folgte, war keine einseitige Übernahme, sondern eine Begegnung – mit Folgen für beide Seiten. Die Forschung hat das lange anders gesehen.

Das neu gegründete Centre for Legal History of India, geleitet von Reeju Ray in der Abteilung Stefan Vogenauer, stellt folgende These nach vorne: Indisches Recht ist keine Fußnote europäischer Rechtsgeschichte. Es hat eine eigene Geschichte – und die verdient eigene Forschung.

Das Zentrum kooperiert mit den führenden indischen Rechtsfakultäten NLSIU Bangalore und NALSAR und strebt ein Forschungsnetzwerk an, das Frankfurt mit Wissenschaftlern in ganz Indien verbindet. Stipendien und Gastaufenthalte für Doktoranden und Postdoktoranden werden fortlaufend vergeben – Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Mission Statement


Wir sind ein Ort für das Nachdenken über Recht.
Wir erforschen seine Theorie und Geschichte in vergleichender und globaler Perspektive.
Wir tragen durch ein vertieftes Verständnis von Recht zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen bei.
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Ernst Heymann, Altersporträt
In Bd. 351 der Studien zur europäischen Rechtsgeschichte zeichnet Reinhard Zimmermann ein anschauliches Porträt von Leben, Werk und Wirken Ernst Heymanns (1870–1946): vom preußisch geprägten Germanisten und Rechtshistoriker, der 1914 als Nachfolger Heinrich Brunners den repräsentativsten Lehrstuhl für Rechtsgeschichte germanistischer Prägung an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität übernahm, bis zum Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht, das er – als Nachfolger des von den Nationalsozialisten zur Aufgabe gezwungenen Ernst Rabel – von 1937 bis zu seinem Tod 1946 leitete.
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Google, Amazon, Microsoft: drei Konzerne, die heute mehr Infrastruktur kontrollieren als die meisten Staaten regulieren können. Anselm Küsters nennt das Verhaltensmacht – und hat in seinem neuen Buch Small is beautiful 2.0 ein Gegenprogramm entwickelt: Open Source, dezentrale Plattformen, eine Wettbewerbstheorie, die Demokratie als Schutzgut ernst nimmt. Die zentrale Frage seines Buchs: Kann Europa einen dritten Weg gehen – jenseits amerikanischer Skalierungslogik und chinesischer Staatskontrolle? Ein Gespräch darüber, warum E.F. Schumacher aktueller ist als je zuvor.
Franz Raffelsperger, Karte der Gefürsteten Grafschaft Tyrol mit Vorarlberg. 
Erster Typometrischer Atlas, 3. Aufl . Wien 1843; Universitäts- und Landesbibliothek Tirol
Der neue Band unserer Policey-Reihe erschließt anhand bislang unbeachteter Akten der Obersten Justizstelle die Strafjustiz im habsburgischen Vormärz. Im Mittelpunkt stehen Kriminalität und Devianz in Tirol und Vorarlberg sowie die Vorurteile Wiener Räte gegenüber der Bevölkerung des „italienischen Theils von Tyrol". Der Band verbindet rechtshistorische mit kriminalitäts- und diskursanalytischen Ansätzen und öffnet damit ein Fenster in den Alltag des frühen 19. Jahrhunderts.

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