Recht im Anthropozän

Tagung

  • Beginn: 03.11.2022 10:00
  • Ende: 04.11.2022 18:00
  • Vortragende(r): Sigrid Boysen (Helmut Schmidt Universität Hamburg), Jens Kersten (Ludwig-Maximilians-Universität München), Alain Pottage (SciencePo Paris)
  • Ort: Goethe Universität/MPI für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie Frankfurt am Main
  • Gastgeber: Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Recht im Anthropozän (RiA); Johan Horst
  • Kontakt: horst@lhlt.mpg.de
Recht im Anthropozän

Keynotes: Sigrid Boysen (Helmut Schmidt Universität Hamburg) | Jens Kersten (Ludwig-Maximilians-Universität München) | Alain Pottage (SciencePo Paris)


Das Anthropozän ist zu einem interdisziplinären Schlüsselbegriff geworden, der die Art und Weise des (gesellschaftlichen) Zusammenlebens, das Verhältnis menschlichen Lebens zu natürlichen Entitäten, die Wirtschaftsweise und damit schließlich das Überleben des Menschen als Gattung auf dem Planeten Erde in Frage stellt. In den Rechtswissenschaften wird das Recht bislang vor allem als Instrument zur Lösung der mit dem Anthropozän verbundenen ökologischen Krisenphänomene begriffen - entweder affirmativ als Instrument zur Ausgestaltung der menschlichen Formkraft der Umwelt oder restriktiv als Instrument zum Schutz vor menschlicher Naturzerstörung. Die Tagung „Recht im Anthropozän“ geht hingegen davon, dass sich das Verhältnis von Recht und Anthropozän ungleich komplexer und vielschichtiger gestaltet: Als Spannungsbegriff markiert das Anthropozän nicht nur eine existentielle ökologische Herausforderung, sondern verändert und problematisiert zugleich auch das Recht selbst und seine Grundvoraussetzungen – und zwar in theoretischer wie empirischer Hinsicht.

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