Sommerakademie 2022

7. September 2022

Seit 2014 veranstaltet das Institut die jährliche Max-Planck-Sommerakademie für Rechtsgeschichte. Nach einer zweijährigen corona-bedingten Pause waren diesen Juli 21 Teilnehmer aus 11 Ländern zu Gast, um das Thema "Using History in Law" zu diskutieren.

Das diesjährige Jahresthema ging auf vergangene Rechtsordnungen ein, um der Frage nachzugehen, wie die Akteure im Umgang mit dem Recht die Geschichte nutzen, bewerten oder sich darauf beziehen. Diskutiert wurde die Nutzung der Geschichte als eine Quelle für die Bewahrung oder Rekonstruktion von Recht, wobei das Recht als etwas verstanden wird, das nicht einfach existiert, sondern vielmehr von Menschen und ihren Gewohnheiten in ihren jeweiligen lokalen und konkreten Gegebenheiten gestaltet wird.

Viele der Teilnehmer präsentierten zu diesem Thema spezifische Fallstudien. Eine der immer wiederkehrenden Fragen während der zwei Wochen war: "Woraus besteht das Recht und was schließen wir aus oder ein, wenn wir über Recht nachdenken?" Diese Frage wurde nicht nur im Rahmen des World Cafés, der Diskussion über die aktuelle deutsche Kontroverse um die Rückgabe von Grundstücken an die Hohenzollern und einer Talkshow, sondern auch in der Abendvorlesung von Fernanda Pirie gestellt.

Zur Redakteursansicht