mpilhlt auf dem 43. Rechtshistorikertag in Zürich

23. August 2022

Beim 43. Rechtshistorikertag, der in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfand, trafen sich mehr als 150 Rechtshistoriker*innen in Zürich. Das umfangreiche Programm war den "Geltungsformen des Rechts" gewidmet und versammelte Vorträge aus nahezu allen Bereichen und Epochen der Rechtsgeschichte.

In der Sektion Schiedsgerichtsbarkeit diskutierte Peter Collin die "Ambivalenzen des Schiedsgerichtsverständnisses im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert" am Beispiel der Schiedsgerichte der Sozialversicherung. Thomas Duve moderierte den internationalen Plenarvortrag von Lauren Benton, die aus New Haven zugeschaltet war und ihre Überlegungen zu "Interpolity Law through Imperial Eyes" vortrug. Ein Höhepunkt war die Podiumsdiskussion zur "Zukunft des Rechsthistorikertags", an der auch Marietta Auer teilnahm. Neben der Frage der zunehmenden Internationalisierung, die sich auch im Programm des diesjährigen Rechtshistorikertags zeigte, hob sie die notwendige stärkere Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses hervor.

Einig waren sich alle darin, dass die Möglichkeit des wissenschaftlichen und kollegialen Austausches im Umfeld der Vorträge zentral für die eigene Arbeit und das Fach ist und den Besuch des Rechtshistorikertags so lohnenswert macht. So trafen sich in der Zeit zwischen den Fachbeiträgen auch viele Kolleg*innen am Bücherstand des mpilhlt, um neue  Veröffentlichungen zu kommentieren. Der 44. Rechtshistorikertag soll 2024 in Frankfurt stattfinden. 

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