Rechtsgeschichte(n) aus der Pfalz

Band 341 der Studien zur europäischen Rechtsgeschichte erschienen

5. August 2021

Charta Palatina, 1774–1776
Christian Mayer (Kartograph) / Aegid Verhelst (Kupferstecher)
Universitätsbibliothek Heidelberg,
Graph. Slg. A_0576_Reproduktion
https://heidicon.ub.uni-heidelberg.de/detail/274445

Wer Rechtsgeschichte schreibt, ist nicht nur einer wissenschaftlichen Disziplin verpflichtet, sondern sollte auch „recht erzählen“ können. Davon war der im März 2021 verstorbene Michael Stolleis überzeugt; stets verband er in seinen Texten genaue Quellenkenntnis und unglaubliche Gelehrsamkeit mit einer großen literarischen Begabung. Das nun anlässlich seines 80. Geburtstags erschienene Buch zeigt dies einmal mehr, indem es sich der Heimatregion des Autors widmet.

Die versammelten Rechtsgeschichte(n) entfalten in exemplarischen Untersuchungen ein pfälzisches Panorama. Der zeitliche Rahmen der an Rhein und Neckar angesiedelten regionalen Studien erstreckt sich von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert. Den Leserinnen und Lesern begegnen pfälzische Hochzeitsleute, Frankfurter Juristen, Seidenbauern und einzelne Migrantenschicksale in anschaulichen Schilderungen. Der obrigkeitliche Umgang mit Bettlern in der Kurpfalz wird ebenso greifbar wie das spannungsreiche Verhältnis zwischen Bayern und der Pfalz.

Begleitet werden Michael Stolleis‘ historische Erzählungen vom Recht von zeitgenössischen Kupferstichen einiger Schauplätze des Geschehens.

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