Neues Zentrum für globale Normativitätsforschung
Die Universität von São Paulo (USP) und die Max-Planck-Gesellschaft richten ein „Max Planck-USP Law Center—Normativity Regimes for Societies in Transformation“ mit Standorten in São Paulo und am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt ein. Das Zentrum, das im Januar 2027 seine Arbeit aufnehmen soll, wird sich der Erforschung von Veränderungen im Recht und anderen Formen der Normativität aus einer globalen Perspektive widmen und eine Plattform für Forscher*innen aus Lateinamerika, Europa, Asien und Afrika sein. Im Mittelpunkt der Initiative stehen rechtswissenschaftliche Forschung und eine Ko-Theoretisierung zur Analyse von Normativitätsregimen in globaler Perspektive. Neben Publikationen und einer digitalen Plattform wird das Zentrum die Ausbildung von Master-, Doktoranden und Postdoktoranden durch gemeinsame Seminare, workshops und Summer/Winter schools fördern. Das Center soll dazu dienen, die historischen und weiterhin präsenten Asymmetrien in der rechtswissenschaftliche Wissensproduktion zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden zu reflektieren und Erfahrungen sowie theoretische Traditionen, die im Globalen Süden entwickelt wurden, systematischer in die Reflexion einzubeziehen. Das Zentrum wird von Samuel Barbosa von der Rechtsfakultät der USP und Thomas Duve vom Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie geleitet. Die Laufzeit erstreckt sich von 2027 bis 2031, mit einer möglichen Verlängerung bis 2036.