Die Eroberung der Kanarischen Inseln aus völkerrechtlicher Sicht

Band 349 der Studien zur europäischen Rechtsgeschichte erschienen

28. Juli 2025

Bereits 200 Jahre vor der „Entdeckung“ Amerikas durch Kolumbus 1492 erkundeten Europäer die Gewässer Neuer Welten – auch die der Kanarischen Inseln, ein Archipel vor der Westküste Afrikas, der von verschiedenen indigenen Völkern bewohnt war. Mit dem Fokus auf die Eroberung der Kanaren, die im Verlauf des 15. Jahrhunderts von Franzosen, Portugiesen und Spaniern unterworfen wurden, fügt die Studie der Völkerrechtsgeschichte ein Kapitel hinzu und geht dabei neue Wege: Sie versteht die Eroberung als Begegnung von Rechts- und Normativitätsvorstellungen, stellt den Beitrag der indigenen Kanarier zur Entwicklung des modernen Völkerrechts heraus und eröffnet einen neuen Blickwinkel auf die völkerrechtlichen Errungenschaften der Schule von Salamanca.

Julia Bühner wurde für ihre hier veröffentlichte Studie mit mehreren Preisen ausgezeichnet: mit dem Promotionspreis des Fachbereichs Geschichte / Philosophie der Universität Münster, dem Dissertationspreis der AG Internationale Geschichte im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, dem Johannes Zilkens-Promotionspreis der Studienstiftung des deutschen Volkes und dem Dissertationspreis des Mediävistenverbandes.

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